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Liebe Leserin und lieber Leser,
Nun beginnt für sie als Gemeinde und für uns als Familie ein neuer Abschnitt.
Wir Mitzlaffs sind noch dabei, Kisten auszupacken, Handwerker zu beaufsich-tigen, die letzte Hand an das wunderschön renovierte Pfarrhaus zu legen, und die Kinder in Schule und Kindergarten einzugewöhnen. Ämtergänge müssen gemacht werden und Ärzte gefunden werden. Es ist alles neu, sehr aufregend und natürlich auch anstrengend und fordernd.
Wir haben uns über Ihr herzliches Willkommen sehr gefreut. Wir hatten schon viele nette Begegnungen und haben viel Hilfsbereitschaft gespürt. Sie als Gemeinde sind sicher neugierig auf uns und unsere Arbeit. Vielleicht ist da auch ein bisschen Sorge, wie die Zusammenarbeit wohl funktionieren wird und ob wir Ihre Erwartungen erfüllen. Mir fällt dazu ein Gesangbuchvers ein: Ausgang und Eingang, Anfang und Ende, liegen bei dir Herr, füll du uns die Hände. (EG 175). Dieser Kanon lehnt sich an einen Vers aus Psalm 121 an: Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. (V8)
Ich finde es sehr tröstlich, dass wir diese Schwellensituation in Gottes Hände legen dürfen. Er hat uns zusammengeführt und wir wollen darauf vertrauen, dass er mit uns in diesen neuen Abschnitt des Gemeindelebens geht.
So können wir aufeinander zugehen und dabei darauf vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint, dass er das Beste will für uns als Team. Dabei betreten wir alle Neuland. Unbekanntes und Veränderungen haben die Tendenz uns zu verunsichern. Wie gut, dass wir uns an Gott halten können, dass er unseren Eingang genauso behüten will wie unseren Ausgang.
Wenn sich Dinge verändern, wir uns verändern, die Zeiten sich ändern, so ist Gott treu und bleibt bei uns. Er gibt uns Halt. In letzter Zeit kommt uns oft das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse in den Sinn, aus dem ich ein paar Verse zitiere:
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern In andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Mögen Sie sich einlassen können auf diesen Anfangs“zauber“ und mutig in die Zukunft sehen und offen für Neues bleiben.
- Herzlichst,
Ihre Pfarrerin Dorothea von Mitzlaff
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